Pharmazie um 1500
- Pflanzenheilkunde
- Klostermedizin
- Hildegard von Bingen
Pflanzenheikunde
Die ärtztliche Botanik ist hauptsächlich durch
Kräuterbücher und Herbarien überliefert worden. In diesen
Schriften werden ausführlich die pflanzlichen Heilkräfte behandelt.
Zudem entstand im Laufe der Zeit eine immer ausgefeiltere Nomenklatur. Bekannte
Persönlichkeiten dieses Sachgebietes waren unter anderem Otho Brunfels
(1488-1534), Hieronymos Bock (1498-1554) und Leonhard Fuchs (1501-1566).
Klostermedizin
Die meisten Ordensregeln schrieben zumindest eine medizinische Grundversorgung
fest. Daher besaß (beinahe) jedes Kloster einen Kräutergarten. Zudem
wurden viele medizinische Handschriften kopiert. Die heute mit den
mittelalterlichen Klöstern in Verbindung gebrachte Kräuterheilkunde
war allerdings nicht Hauptbestandteil des Wirkens der Mönche / Nonnen.
Hildegard von Bingen (1098 -17.09.1179 Kloster
Rupertsberg [bei Bingen am Rhein] )
Nach ihrem Beitritt bei den Benediktinern widmete sie sich der Entwicklung
einer eigenen (mystischen) Glaubenslehre. Sie befasste sich allerdings auch mit
naturkundlichen Themen. Zwischen 1150 und 1160 erschein schließlich ihr
Werk "Liber subtilitatum diversarum naturarum creaturarum" das die wichtigste
naturkundliche Quelle des frühen Mittelalters war. Ihre bekanntesten Werke
waren jedoch die "Physica" sowie die "Causae et Curae". Die "Physica" behandelt
hauptsächlich die pflanzlichen, tierischen und mineralischen
Heilkräfte und enthält zudem eine Naturbeschreibung nach
ärtztlichen Gesichtspunkten.